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Mögliche Konfigurationen eines AOI-Systems

Inline oder Offline

Bei der Beschaffung eines AOISystems stellt sich oft die Frage, wie das System in der Fertigung eingebunden werden soll.

Inline oder Offline-das ist hier die Frage.

 

Inline

Für eine Inlineaufstellung nach dem Lötsystem spricht die sofortige Rückkopplung zum SMT-Fertigungsprozess, d.h. das Fertigungsfehler (Serienfehler) in einem frühen Stadium erkannt und abgestellt werden können. Wird nach dem AOI-System sofort klassifiziert und repariert, stehen die Baugruppen unmittelbar für den nächsten Fertigungsschritt zur Verfügung, unnötige Wartezeiten und Lagerzeiten werden vermieden, Durchlaufzeiten verkürzt.

Eine Variante der Inline-Anordnung ist eine Gut/Schlecht-Sortierung nach dem AOI-System. Dabei kann die Sortierung automatisch durch das AOI-System oder durch die Klassifikation des Bedieners erfolgen. Die eigentliche Reparatur geschieht dann an einem Offline-Reparaturplatz.

Als Nachteil einer solchen Anordnung wird oft genannt, das permanent eine Person an der Linie die Klassifikation durchführen muss. Hier bietet Viscom mit der Multiline-Klassifikation eine effiziente Lösung an. An einem zentralen Klassifikationsplatz können die Ergebnissbilder mehrerer Linien klassifiziert werden, der Personaleinsatz dadurch deutlich reduziert.

Offline

Für eine Offline-Aufstellung spricht, das ein AOI-System mehrere Bestücklinien "bedienen" kann. Dies ist oft in mittelständischen Unternehmen der Fall, wo mehrere mittelschnelle SMD-Bestückungsautomaten eingesetzt werden. Je nach Bestückungsdichte gilt hier die Fausformel, das ein AOI-System 3-5 Bestüclinien bedienen kann.

Ebenfalls für eine Offline-Aufstellung spricht, dass das AOI-System für unterschiedliche Prozesse eingesetzt werden kann, beispielhaft für reflow- und wellengelötete Baugruppen.

Nachteil ist, das durch den Zeitversatz mögliche Serienfehler erst spät erkannt werden, mit allen damit verbundenen Nachteilen.

 

 

Offline AOI-System